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Srila A.C Bhaktivedanta Swami - Lebenslauf

Wichtige Stationen im Leben Srila Prabhupadas

Srila Prabhupada erschien am 1. September 1896 in Kalkutta. Der Vater namens Gour Mohan De, ein angesehener Tuchhändler, und die Mutter Rajani waren Geweihte Krishnas. Abhay, wie Shrila Prabhupada hieß, war von der Verehrung Krishnas schon als Kind stark angezogen und nahm aktiv an Festivals zu Ehren Krishnas teil.

Während seines Studiums sympatisierte Abhay mit Gandhis Unabhängigkeitsbewegung und lehnte es nach bestandenem Examen im Jahr 1920 aus Protest gegen die britische Unterdrückung ab, sein Diplom entgegenzunehmen.
Im Jahre 1922 traf Shrila Prabhupada erstmals seinen spirituellen Meister, Shrila Bhaktisiddhanta Prabhupada, der ein angesehener Gelehrter seiner Zeit war. Bereits bei diesem ersten Zusammentreffen bat Bhaktisiddhanta seinen späteren Schüler, die Botschaft Krishnas in englischer Sprache zu verbreiten. Shrila Prabhupada war von der spirituellen Verwirklichung seines Meisters so beeindruckt, dass er sich bereits vom ersten Treffen an von dessen Mission leiten ließ. Ihm wurde klar, dass mit politischen Mitteln nur wenig auszurichten sei und betätigte sich mehr und mehr in der spirituellen Mission seines Meisters. 1933 erhielt er die spirituelle Einweihung.

1936 verschied der spirituelle Meister Shrila Prabhupadas. Kurz zuvor war Shrila Prabhupada nochmals von ihm ermutigt worden, den Menschen der Welt Shri Krishnas Botschaft in englischer Sprache zu vermitteln.

Während des zweiten Weltkrieges entschloss sich Shrila Prabhupada angesichts der Bedrängnis, in der sich die Menschen befanden, selbst Schriften zu veröffentlichen. Sein Magazin nannte er "Back to Godhead", das noch heute weiter fortgesetzt wird. Shrila Prabhupada sammelte das Geld, schrieb selbst und verteilte die Zeitschrift auf den Straßen Indiens auch mitten im Krieg. Selbst in der Hitze des Sommers von Neu- Dehli, als die Temperaturen bis auf 45 Grad anstiegen, ging er hinaus, erlitt auch einmal einen Hitzschlag und taumelte durch die Straßen, bis ein Freund ihn in sein Auto nahm und zu einem Arzt brachte. Ein anderes Mal wurde er von einer Kuh auf die Hörner genommen und lag für einige Zeit unbemerkt am Straßenrand.

Im Jahr 1950 zog sich Shrila Prabhupada von seinen familiären Pflichten zurück, nachdem er für das Alter seiner Ehefrau vorgesorgt hatte und die Kinder beruflich abgesichert waren. Er wollte sich noch mehr der Mission hingeben und trat 1959 in den Lebensstand der Entsagung. Er begann zu dieser Zeit auch mit der Übersetzung und Kommentierung des Shrimad-Bhagavatam. Die ersten drei Bände vollendete er noch vor seiner Überfahrt nach New York und erhielt Anerkennungen für seine Arbeit von vielen Seiten, z. B. vom indischen Premierminister, der die Bücher für alle Bibliotheken und Universitäten empfahl.

Shrila Prabhupadas Wunsch, in den Westen zu reisen, um dort Krishnas Botschaft an die Menschheit zu predigen, ging im Jahr 1965 in Erfüllung. Er setzte mit der Jaladuta, einem regelmäßig verkehrenden Frachtschiff nach New York über. Anfangs wurde er durch heftigen Seegang seekrank und erlitt zwei Herzanfälle. Danach beruhigte sich die See. In Amerika angekommen konnte Shrila Prabhupada bei einer Familie unterkommen, die ihm bei der Einholung des Visums behilflich war. Den Kontakt zu dieser Familie namens Agrawal hatte ein indischer Geschäftsmann vermittelt, den Shrila Prabhupada kurze Zeit vor der Überfahrt noch bei seinen Predigeraktivitäten getroffen hatte, dessen Sohn eben in Butler, Pennsylvania, mit seiner Familie lebte. Dort wurde Shrila Prabhupada freundlich empfangen.

Das erste Jahr 1965/66 war sehr schwer. Shrila Prabhupada fühlte sich bei den Agrawals zwar wohl, wollte aber nicht in dem Vorort bleiben, sondern in die Innenstadt ziehen, um dort seine Mission zu starten. Er tat dies im Oktober 1965, musste aber mehrmals hintereinander die Wohnung wechseln bis er im Jahr 1966 beinahe obdachlos wurde.

Kurze Zeit später fanden erste Anhänger Shrila Prabhupadas ein Gebäude als Aufenthaltsort, das ein erstes Predigerzentrum werden sollte und zwar in der Second Avenue Nr. 26. Es war der ehemalige Laden mit der Aufschrift "Matchless Gifts". Von hier verbreitete sich das Krishna- Bewusstsein über Amerika und die ganze Welt. Die Geschichte lässt sich sehr schön in dem Buch Prabhupada, der Mensch, der Weise von Satsvarupa dasa Gosvami nachlesen.

Die ersten Interessenten aus der Hippie-Szene waren Aussteiger, die der Konsumgesellschaft eine Absage erteilen wollten. Es ist erstaunlich, dass Shrila Prabhupada gerade im Kreis dieser unregulierten Zeitgenossen erfolgreich war, eine religiöse Bewegung zu entfachen, die Drogenkonsum und sexuelle Ausschweifungen nicht empfiehlt. Shrila Prabhupada sang mit ihnen den Hare-Krishna-Mantra und kochte für sie. Sie konnten ihn akzeptieren, da er sich nicht über sie stellte, sondern ihnen spirituelle Verwirklichungen vermittelte.

In diesen Jahren war die Bewegung alles andere als auf Integrationskurs mit der Gesellschaft. Vielmehr hatten die jungen Leute um Shrila Prabhupada Freude daran, endlich die Botschaft der Gottesliebe zu hören, die zu gesellschaftlichen Konventionen transzendental ist. Man hatte nun die passende Alternative zur Konsumgesellschaft gefunden und warb auch dementsprechend für diese Revolution. Die Geschichte verlief ähnlich wie zu Zeiten anderer herausragender spiritueller Persönlichkeiten. Auch die Jünger um Jesus oder den heiligen Franziskus hatten kein Interesse, Kompromisse mit dem herrschenden Gesellschaftssystem zu machen. Sie wollten nur eins, nämlich Gotteserfahrung und Austausch der Verwirklichung. Shrila Prabhupada sagte selbst, die Gottgeweihten könnten "forever high" sein, wenn sie den Hare-K rishna-Mantra chanteten. Die ISKCON war in diesen Anfangszeiten eben keine soziale Institution sondern eine revolutionäre Bewegung.

Shrila Prabhupada fühlte sich durch die Gemeinschaft dieser enthusiastischen jungen Menschen verjüngt und sein Tatendrang wuchs mehr und mehr. Er wusste natürlich, dass eine wachsende Religionsgemeinschaft in späteren Stadien auch soziale Fundamente brauchte und machte sich um diese Angelegenheiten Sorgen. Ihm war klar, dass nur wenige ernsthafte Menschen den anfänglichen Enthusiasmus weiter kultivieren würden, dass später für die Hare-Krishna-Mitglieder Formen des sozialen Zusammenlebens gefunden werden müssten. Vor seinem Verscheiden sagte Shrila Prabhupada, er hätte seinen Nachfolgern das spirituelle Fundament gegeben. Sie müssten sich aber noch um die soziale Ordnung kümmern. Oft war er über die Gewohnheiten seiner Anhänger enttäuscht. Während er anfänglich junge Anhänger selbst vor dem Opferfeuer traute, lehnte er dies später ab, da sich viele nach nur kurzer Zeit wieder scheiden liessen. Shrila Prabhupada zeigte sich im praktischen Leben als anpassungsfähig und flexibel, setzte keine Dogmen fest und spielte sich nicht als allwissend auf. Dinge, die er zu einem bestimmten Zeitpunkt als praktisch erachtete, konnte er später verwerfen, wenn er sah, dass sie nicht angemessen waren. Allerdings machte er nie Kompromisse, wenn es um die spirituelle Reinheit der Überlieferung ging.

quelle: http://www.iskcon.de

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